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Pressemitteilung des TheaterRuine St. Pauli e.V. zur St. Pauli Ruine – Juryentscheidung

Zuerst möchten wir uns, im Namen der Vereinsmitglieder des TheaterRuine St. Pauli e.V., bei allen bedanken, die sich für unsere Arbeit und für die von uns eingereichten Konzepte eingesetzt haben. Wir waren beeindruckt von der enormen Unterstützung durch die Bevölkerung. Die große Zahl motivierender Botschaften und die circa 5.000 Petitionsunterzeichnungen haben uns in der Ausschreibungsphase sehr geholfen. Wir hoffen, den Erwartungen mit unserer künftigen Arbeit gerecht werden zu können.

Wir freuen uns sehr, das unser Konzept die meisten Punkte von der eingesetzten Fachjury bekommen hat und bedanken uns für das Vertrauen, das uns und unserer Bewerbung dadurch entgegengebracht wird.

Leider wurden wir noch nicht offiziell über die Entscheidung der Jury informiert, entnehmen aber der heutigen Pressemitteilung der Kulturbürgermeisterin, dass es Differenzen zu den von uns angebotenen Inhalten gibt. Gern werden wir uns mit der Kulturverwaltung zu Gesprächen über die Rahmenbedingungen zusammenfinden. Wir erwarten jedoch ein Angebot, das unser Konzept berücksichtigt und dem Ausschreibungstext entspricht. Ein wesentliches Kriterium ist die Vertragsdauer. In der Ausschreibung heißt es: „Mietvertrag soll zunächst für fünf Jahre abgeschlossen werden“. Eine kürzere Vertragslaufzeit ist vom Verein schon aus betriebswirtschaftlichen Gründen nicht beabsichtigt.

Bei entsprechender Planungssicherheit werden wir eine Kooperation mit dem Societaetstheater beginnen und in den kommenden Jahren ausbauen. Darüber hinaus ist in unseren Konzepten Raum für weitere Partner. Wir freuen uns darauf, mit Interessierten aus dem Stadtteil, aus der Kultur- und Veranstaltungsbranche sowie mit den anderen Ausschreibungsbewerbern gemeinsame Möglichkeiten auszuloten.

Auf Grund der Entscheidung für den TheaterRuine St. Pauli e.V. können wir nun endlich auch die kommende, Mitte April beginnende, Saison vorbereiten. Wir bitten um zeitnahe Anfragen von Künstlern und Mietinteressenten und freuen uns über jeden neuen Mitstreiter auf und hinter der Bühne.

Wir laden Sie ein, die weitere Entwicklung auf unserer Website zu begleiten und hoffen, dass Sie auch 2021 die vielfältigen Veranstaltungen in der St. Pauli Ruine besuchen.

Vielen Dank und bleiben Sie gesund!
Ihr Team St. Pauli


Dresden, 23.11.2020

Rückblick (2020)

Februar (1.) – Gesprächsbitte des Vereins an alle Mitglieder des Kultuausschusses.
Mai (12.) – Ankündigung des Kulturamtes selbst die Ruine zu betreiben, mit der von Option 3 Wochen Theaterspiel durch den Verein.
Mai (20.) – Vorschlag des Vereins zur partnerschaftlichen Nutzung der Ruine mit 3 Monaten Nutzungsoption.
Juli (10.) – Ablehnung des Vorschlags durch das Kulturamt. Ausschreibungsentscheidung der Stadt.
Juli (25.) – Erneute Gesprächsbitte des Vereins an die Mitglieder des Kultuausschusses.
August (6.) – Kündigung des Mietvertrages duch die STESAD.
August (13.) – Widerspruch des Vereins gegen die Kündigung.
August (24.) – Start der Petition des Vereins.
September (1.) – Veröffentlichung der Ausschreibung der Ruine durch die Stadt Dresden.
September (1. und 16.) – Gespräche mit Stadträten der Fraktionen Linke, Bü90/Grüne, SPD und FDP.
September (21.) – Der Verein entscheidet sich für eine Beteiligung an der Ausschreibung.
Oktober (2.) – Abgabe der beiden Bewerbungen des Vereins (Solo bzw. in Kooperation mit Societaetstheater).
November (15.) – Entscheidung der Stadt zur Ausschreibungsvergabe.

Die Petition Ich fordere die Landeshauptstadt Dresden auf, die Kündigung des Mietvertrages zurückzunehmen und den TheaterRuine St. Pauli e.V. als Betreiber der St. Pauli Ruine zu unterstützen und institutionell zu fördern.

Die e-Petition des Vereins ist seit 6.10.2020 beendet.

Bisher gab es 4.523 Unterzeichnungen.
[Summe aus e-Petition (2.630), Unterschriftenlisten (1.333) und openpetition von Theo Klems (560)]

Wir DANKEN allen Unterstützern und hoffen, dass die Petition Wirkung zeigt.

Was ist das Problem? (Erklärung zur e-Petition des Vereins, August 2020)

Die Landeshauptstadt Dresden plant, den Mietvertrag für die St. Pauli Ruine zu kündigen und die institutionelle Förderung für den TheaterRuine St. Pauli e.V. zu beenden. Die Stadträte im Kulturausschuss, der die Förderung beschließt, haben – mit Ausnahme von Vertretern der Fraktion „Die Linke“ – bisher auf keine Bitte des Vereins zu einem Gespräch reagiert.

Bitte lesen Sie die Beiträge der Tagespresse. Wir empfehlen insbesondere den Artikel der Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.8.2020.

Wer sind wir?

Der TheaterRuine St. Pauli e.V. ist gemeinnützig und als Betreiber der St. Pauli Ruine Dresden seit 21 Jahren erfolgreich. Die 140 Veranstaltungen in der Sommerspielstätte erleben jährlich etwa 20.000 Zuschauer.

Unter den von April bis Oktober beinahe täglich stattfindenden Veranstaltungen sind etwa 60 Auftritte von Gästen und Raumvermietungen. Es finden Konzerte, thematische Veranstaltungen und Events statt. Priorität haben Bands, Künstler und Vereine aus dem Stadtgebiet sowie Kulturprojekte und Chöre. Die Veranstaltungspalette reicht vom Workshop beim „Festival der Stimmen“ bis zum internationalen Orchesterkonzert. Der Ort ist in Veranstaltungsreihen eingebunden und bleibt offen für neue Kulturpartner.

Der Kulturverein selbst produziert jährlich zwei Theaterinszenierungen und spielt sein Repertoire aus 6 – 8 sehr unterschiedlichen Theaterstücken in etwa 80 Aufführungen. Dabei gilt die Maxime: „Jeder, auf den Verlass ist, kann mitspielen.“ Das erfahrene Ensemble sowie Sprach-, Gesangs- und Schauspielkurse ermöglichen erfolgreiches Theater mit Laien auf sehr hohem Niveau, wie es die Presserezensionen und der langjährige Zuschauerzuspruch belegen.

Mehr als 80 Vereinsmitglieder arbeiten sehr engagiert für den Kulturverein. Jährlich werden ehrenamtlich etwa 18.000 Stunden geleistet. Das entspricht einer Investition in die Kultur von mehr als 160.000 €.

Im Stadtteil ist der TheaterRuine St. Pauli e.V. fest verwurzelt. Gewachsene Strukturen und erfolgreiche Partnerschaften sind Garant für die langfristig erfolgreiche Arbeit.