Wetterfest und leise dankneuem Dach

Bereits im Frühjahr soll die Ruine der St. Pauli Kirche wieder bespielbar sein

 

Etwa 400 Quadratmeter ist das neue Glasdach groß, das die Kirchruine am Königsbrücker Platz vor Wind und Wetter schützt. Bis Ende des Jahres sollen alle Sanierungsarbeiten an dem Gebäude abgeschlossen sein.Den Spielbetrieb nimmt der Verein TheaterRuine St. Pauli e.V. indes bereits Anfang Mai wieder auf. Die Kosten für den Umbau und die Sanierung liegen bei 2,6 Millionen Euro. Davon eine Million allein für die Dachkonstruktion. ,,Das ursprünglich geplante Wolkendach war nicht finanzierbar, deswegen haben wir uns für diese Flachdachkonstruktion entschieden", erklärt Bürgermeister Jörn Marx. Etwa 700.000 Euro mehr hätte ,,die Wolke" gekostet.
,, Die neue flache Konstruktion bringt aber auch Vorteile. Sie schützt nicht nur die Ruine, sie erhält auch deren Charakter. Das war für uns ein wichtiger Punkt", erzählt Axel Walther, Geschäftsführer der STESAD. Auch der Schallschutz ist für die umliegenden Häuser durch das Glasdach gewährleistet. Die Kalksandsteinwand, die vorher für den Lärmschutz sorgte, konnte daher wieder entfernt werden. Das neue Flachdach ist sogar begehbar. Leider nur zu Beräumungszwecken, etwa bei starkem Schneefall.
Bis zum Spielbeginn im Mai müssen jetzt noch letzte Fenster eingebaut, die Elektronik installiert und ein neuer Fußboden eingebracht werden. Der Fußboden besteht aus einem speziellen Asphalt, der für eine bessere Akustik sorgen soll. Ist alles fertig, können etwa 250 Zuschauer in der Kirchruine die Aufführungen des Theatervereins bestaunen. Verzichtet man auf Sitzplätze, passen sogar 500 Menschen hinein. Der Theaterverein übernimmt auch das Management der St. Pauli Ruine. Genutzt wird das Gebäude aber auch von der Kirche. Es kann außerdem von Vereinen oder Privatpersonen angemietet werden. Tony Keil

 

 

 

Wochenkurier
08.02.2012
Tony Keil