Bauarbeiten in der inneren Neustadt

Debatte über Bauvorhaben und Grundschulen

Die Abrissarbeiten an der Hauptstraße 5 bis 7a sind beendet. Die Firma Florana baut jetzt dort zwei neue Wohn- und Geschäftshäuser mit Ladenpassagen und einer Tiefgarage. Nun kann die Stadt das Bauvorhaben Hauptstraße - Heinrichstraße - Rähnitzgasse und Kunsthausplatz in Angriff nehmen. Die genauen Planungen wurden am Dienstagabend dem Ortsbeirat Neustadt vorgestellt. Am 4. April beginnen die vorbereitenden Maßnahmen. Mitte April wird dann mit der Umgestaltung des Kunsthausplatzes begonnen. Der belgische Künstler Josef Legrand hat im Auftrag des Stadtplanungsamtes ein Konzept für eine verkehrsberuhigte Umgestaltung des Platzes entwickelt: ein Kunstprojekt im öffentlichen Raum, das Moderne und Barock verbindet. Ab Juli, wenn die neue Tiefgarage fertig ist, bekommt die Heinrichstraße eine neue Fahrbahn aus Granitsteinpflaster. Außerdem werden dort sowie auf der Hauptstraße 5 bis 7a und auf der Rähnitzgasse die maroden Gehwege und zuvor die unterirdischen Rohre und Kabel erneuert. Die einzelnen Abläufe werden so gestaltet, dass immer eine Zufahrt zum Kunsthausplatz gesichert ist. Der Zeitplan ist eng gestrickt, im September sollen alle Arbeiten beendet sein. Die Kosten belaufen sich auf 1,15 Millionen Euro. Außerdem präsentierte das Stadtplanungsamt dem. Ortsbeirat die neuen Pläne für die Sanierung der St. Pauli-Ruine. Das Gebäude soll so weit wetterfest gemacht werden, dass dort im Sommer weiter Theater gespielt werden kann. Die ursprünglich geplante wellenförmige Dachlösung ist allerdings finanziell nicht zu stemmen. Hier musste umgeplant werden. Das Gebäude bekommt nun ein normales, gerades Dach. Ein weiteres Thema waren die Kapazitätsplanungen der Grundschulen. 438 Anmeldungen liegen für das Schuljahr 2011/2012 im Ortsamtsbereich vor. Dafür hat das Schulverwaltungsamt zunächst 16 Klassen an den fünf Schulen in der Neustadt gebildet. Das sorgte für heftige Diskussionen, da viele der KIassen mit hohen Schülerzahlen besetzt werden sollen. Zudem ist die 19.Grundschule am Jägerpark schlecht zu erreichen (DNN berichteten). Der Ortsbeirat beauftragte daher die Stadt, einen Schulbusverkehr zur 19. Grundschule sowie Investorenmodelle für Schulbauten zu prüfen. Außerdem soll der ins Auge gefasste Umzug des BSZ für Wirtschaft von der Melanchthonstraße nach Gorbitz noch einmal auf den Prüfstand. Wenn dort wie ursprünglich geplant ein Erweiterungsbau entsteht, könnte der auch von anderen Schülern genutzt werden. Die Neustadt braucht mehr Schulen, forderten die Ortsbeiräte. Standorte seien vorhanden. Ein Beispiel: das Gelände am Postamt an der Königsbrücker Straße. Die Stadtverwaltung plant dort aber offenbar einen neuen Einkaufsmarkt. Eine gewerbliche Nutzung des Geländes lehnte der Ortsbeirat am Dienstagabend einheitlich ab.

 

 

 

DNN
14.03.2011
Monika Löffler